{"id":11526,"date":"2015-05-12T11:22:51","date_gmt":"2015-05-12T09:22:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tixxt.com\/de\/?p=11526"},"modified":"2019-05-09T10:14:43","modified_gmt":"2019-05-09T08:14:43","slug":"gamification-im-social-intranet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-staging.tixxt.com\/de\/gamification-im-social-intranet\/","title":{"rendered":"Gamification im Social Intranet"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/03\/8688873713_33a57aba4c_z.jpg\" alt=\"Gamification im Social Intranet\" \/><\/p>\n<div class=\"spare\"><\/div>\n<p><em>Uns wird oft die Frage gestellt, wie man Mitarbeiter eines Unternehmens dazu bringen kann, in Digitalen Netzwerken aktiv zu werden und einen Teil ihrer Arbeit ins Intranet zu verlegen. Unsere Antwort ist simpel: Lasst sie spielen! Doch jeder Mitarbeiter motiviert sich anders; was f\u00fcr welchen Typen passend ist lesen Sie hier:<\/em><\/p>\n<h2>Intrinsische vs. Extrinsische Motivation<\/h2>\n<p>In der Organisationssoziologie wird zwischen zwei Arten der Motivation unterschieden: der intrinsischen und der extrinsischen Motivation. Unter intrinsischer Motivation versteht man Anreize, die sich aus der eigenen Pers\u00f6nlichkeit oder der T\u00e4tigkeit selbst heraus ergeben. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Gef\u00fchl, autonom entscheiden zu d\u00fcrfen oder Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Gruppe (oder einem Unternehmen) genau so wie<\/li>\n<li>Das Empfinden etwas Neues zu lernen oder allgemein<\/li>\n<li>Neugier und die Sicherheit, einer sinnvollen Aufgabe nachzugehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf diese intrinsischen Faktoren hat der Arbeitgeber wenig bis keinen direkten Einfluss, da sie in der Person des Mitarbeiters und seiner Haltung zur Arbeit begr\u00fcndet sind. Eine konstruktive und professionelle Arbeitsumgebung zu schaffen, ist die einzige M\u00f6glichkeit die intrinsische Motivation der Mitarbeiter zu f\u00f6rdern.<br \/>\nUnter extrinsischer Motivation versteht man im Gegenteil dazu Anreize, die sich aus den Konsequenzen der Handlung ergeben. Klassischerweise z\u00e4hlen hierzu Geld, Angst vor Strafe oder Versagen und Belohnungen. Auf die extrinsische Motivation kann der Arbeitgeber leichter Einfluss nehmen. Innerhalb von ESNs kann er sie beispielsweise \u00fcber Gamification-Elemente verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Hierunter fallen all jene Elemente, die dem Nutzer das Gef\u00fchl geben zu spielen, wie die ber\u00fchmten goldenen Sternchen (oder auch Badges genannt). Weiterhin z\u00e4hlen die M\u00f6glichkeit durch das Absolvieren von \u201eAufgaben\u201c im Rang aufzusteigen oder Fortschrittsleisten zu den spielerischen Elementen von ESNs. Wenn diese Elemente sinnvoll in ein Firmenintranet integriert werden, k\u00f6nnen sie die extrinsische Motivation von Mitarbeitern erh\u00f6hen. Denn wenn Spiel und Arbeit verschmelzen steigt der Spa\u00df am Job.<\/p>\n<h2>Spa\u00df im Job? Klingt komisch, geht aber ganz einfach<\/h2>\n<p>Arbeit und Spa\u00df klingen zun\u00e4chst nach zwei diametralen Gegens\u00e4tzen. Gerade deshalb ist es essentiell, dass Unternehmen verstehen, dass dies nicht der Fall sein muss. Spa\u00df ist nicht unbedingt mit Freizeit gleichzusetzen, sondern es kann auch Spa\u00df machen, hart zu Arbeiten, wenn die Voraussetzungen stimmen. Man kann grob zwischen vier Typen von Spa\u00df unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li>hard fun: kann erreicht werden durch die M\u00f6glichkeit, Herausforderungen entgegenzutreten, Kontrolle auszu\u00fcben, und Leistung zu erbringen. Im ESN k\u00f6nnen Sie diese Art von Spa\u00df durch Fortschrittsbalken und Badges einbringen.<\/li>\n<li>easy fun: l\u00e4sst sich definieren als die M\u00f6glichkeit, sich auszuprobieren, zum Beispiel durch Rollenspiele und kleine Aufgaben. Hierzu z\u00e4hlen die langsame Heranf\u00fchrung an das Netzwerk durch t\u00e4gliche Mails. Nach dem Motto \u201eHaben Sie schon die Funktion xy ausprobiert?\u201c.<\/li>\n<li>serious fun: entsteht zum Beispiel bei der Simulation von Szenarien, welche dem Einzelnen die M\u00f6glichkeit geben Standpunkte anzupassen und sich in andere einzuf\u00fchlen. Diese M\u00f6glichkeit k\u00f6nnen Sie durch ein ESN nur begrenzt schaffen, es kann den Mitarbeitern aber helfen, sich auch wenn sie sich nicht pers\u00f6nlich kennen, pers\u00f6nlich zu vernetzen und miteinander neu zu denken.<\/li>\n<li>people fun: k\u00f6nnte auch als \u201esocial fun\u201c beschrieben werden und meint die M\u00f6glichkeit, Zeit mit Menschen zu verbringen oder mit ihnen zu kommunizieren. In einem ESN ist diese Art von Spa\u00df quasi automatisch mitinbegriffen. Activity Streams, Direktnachrichten und Chatfunktionen machen den Mitarbeitern die Kommunikation untereinander einfacher.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Je nach Pers\u00f6nlichkeitstyp reagieren Menschen unterschiedlich stark auf die jeweiligen Spa\u00dfangebote. Prinzipiell kann man zwischen vier Typen unterscheiden, die auf verschiedene Gamification-Anreize reagieren:<\/p>\n<p><strong>Killers \u2013 m\u00fcssen ihre K\u00e4mpfe austragen<\/strong><br \/>\nUnter dem Killer kann man sich wohl am einfachsten den typischen Spieler eines Egoshooters vorstellen. Er teilt seine Lorbeeren nicht gerne mit Anderen. Er erf\u00fcllt gerne Aufgaben alleine, misst sich mit Anderen und ist gl\u00fccklich, wenn er ein Ranking anf\u00fchrt. Die Lorbeeren f\u00fcr eine erfolgreich erf\u00fcllte Aufgabe teilt er nicht gerne mit anderen. Diesem Typen muss ein Intranet in erster Linie Auswertungsfunktionen anbieten. Er muss sehen k\u00f6nnen, wie viele Posts er (im Vergleich zu anderen\/zum letzten Monat\/zum letzten Juli) abgeschickt hat. Das Zauberwort ist in diesem Fall \u201eRanking\u201c.<\/p>\n<p><strong>Achievers \u2013 die leistungsorientierten Spielertypen<\/strong><br \/>\nDer Achiever ist der klassische Leistungstyp des Internets. Er m\u00f6chte nach festgelegten Ma\u00dfst\u00e4ben m\u00f6glichst viel erreichen. Im Arbeitsalltag ist er der, der ihm zugewiesene Aufgaben gewissenhaft erf\u00fcllt, aber wenig Kreativit\u00e4t bei der Suche nach neuen Herausforderungen zeigt. Ihn macht man gl\u00fccklich, indem man das Erkunden des Intranets in verschiedene Schritte aufteilt und f\u00fcr jeden erledigten Schritt Badges verteilt. Badges sind die goldenen Stern-Aufkleber unter Grundschulhausaufgaben \u00fcbertragen auf das Internet. M\u00f6gliche Schritte sind Registrierung, erster Post, erster erstellter Task. Dieses Modell kann auch \u00fcber l\u00e4ngere Dauer mit jeweils mehr erf\u00fcllten \u201eAufgaben\u201c f\u00fcr ein Badge am Leben erhalten werden.<\/p>\n<p><strong>Socializers \u2013 f\u00fcr sie wurde das Web 2.0 erfunden<\/strong><br \/>\nEr ist der Typ, der das Intranet am Leben erh\u00e4lt! Mit seiner Kontaktfreude und Hilfsbereitschaft gegen\u00fcber anderen wird er Ihr Netzwerk am Leben erhalten. Der Socializer arbeitet gerne im Team und Sie finden ihn wohl eher in Ihrer Marketing-Abteilung als im Controlling. Er hat Spa\u00df an Interaktion und sozialen Kontakten. Ihn kann man vor allem durch den Newsfeed (als digitales Gegenst\u00fcck zur Kaffeek\u00fcche) und eine Chatfunktion begeistern. Damit sich Ihr Intranet f\u00fcr den Socializer als \u201eZuhause\u201c anf\u00fchlt, sollten Sie auch off-topic Elemente wie Spa\u00dfgruppen oder den aktuellen Speiseplan der Kantine im Intranet integrieren.<\/p>\n<p><strong>Explorers \u2013 keine Funktion, die sie nicht kennen<\/strong><\/p>\n<p>Der Explorer ist der Forscher, der jeden Fleck seiner Umwelt bis ins Detail kennen m\u00f6chte. Er braucht stets neue Aufgaben und Herausforderungen, diese sucht er sich im Zweifelsfall aber auch selbst. Der Explorer liebt es Prozesse zu optimieren und in Meetings neue Impulse zu setzen. Er freut sich \u00fcber eine Anleitung f\u00fcr \u201eerste Schritte im Intranet\u201c. Diese wird er akribisch abarbeiten, um dann Verbesserungsvorschl\u00e4ge anzubieten. Er wird alle Features als Erster entdeckt haben und auf m\u00f6gliche Bugs oder unzul\u00e4ngliche Tools hinweisen.<br \/>\nKonsequenzen aus Bartles Erkenntnissen f\u00fcr Firmenintranets<\/p>\n<p>Der Trick bei der Sache ist also, Arbeit so zu verpacken, dass sie nicht mehr als solche erkennbar ist. Die Kunst ist, Gamification-Elemente so \u00fcber das Netzwerk zu streuen, dass alle Mitarbeiter gleicherweise \u201ebedient\u201c sind. Badges alleine helfen nicht, da sie nur die Gruppe der Leistungsorientierten ansprechen und den Rest au\u00dfen vor lassen. Auch durch statistische Auswertungen alleine werden Sie nicht gewinnen. Nicht alle Ihre Mitarbeiter reagieren auf die selben Gamification-Elemente gleich gut. <\/p>\n<h2>Welche Motivatoren funktionieren f\u00fcr welchen Typ?<\/h2>\n<p>Folgende Tabelle gibt eine \u00dcbersicht dar\u00fcber, welche Motivatoren durch welche Gamification-Elemente angesprochen werden:<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<img src=\"\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/03\/gamification_grafik_650-e1429774290620.jpg\" alt=\"Bartle Player-Types\" \/><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nZu verstehen, wodurch Menschen motiviert werden ist der erste Schritt zu einer effektiven Gamification-Strategie. Wenn Sie verstehen, was Ihren Mitarbeitern Spa\u00df macht und sie motiviert, k\u00f6nnen Sie die Gamification-Elemente, die Ihr Intranet zur Verf\u00fcgung stellt nutzen, um diese Motivation zu erh\u00f6hen und f\u00fcr Ihr Unternehmen zu nutzen. Das Sch\u00f6ne daran: die meisten ESNs enthalten solche Elemente von Beginn an, Sie m\u00fcssen sich also nur darum k\u00fcmmern, diese bei Ihren Mitarbeitern bekannt zu machen.<\/p>\n<hr>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tixxt.com\/de\/crash-kurs-internes-community-management\/\">Dieser Artikel ist eine Lektion des Crash-Kurs Internes Community Management der tixxt Academy. Melden Sie sich noch heute an, um in 30 kostenfreien Lektionen alles Wissenswerte rund um das Thema Internes Community Management per E-Mail zu erhalten. <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uns wird oft die Frage gestellt, wie man Mitarbeiter eines Unternehmens dazu bringen kann, in Digitalen Netzwerken aktiv zu werden und einen Teil ihrer Arbeit ins Intranet zu verlegen. Unsere Antwort ist simpel: Lasst sie spielen! 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