{"id":7177,"date":"2014-09-09T14:34:49","date_gmt":"2014-09-09T12:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mixxt.de\/?p=7177"},"modified":"2019-05-09T14:58:29","modified_gmt":"2019-05-09T12:58:29","slug":"usability-sharepoint-widersprechen-sich-fundamental","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-staging.tixxt.com\/de\/usability-sharepoint-widersprechen-sich-fundamental\/","title":{"rendered":"Usability &amp; SharePoint widersprechen sich fundamental"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/04\/sharepoint_schmerz.gif\" title=\"SharePoint kann weh tun\" alt=\"Sharepoint Schmerz\" \/><\/p>\n<div class=\"spare\"><\/div>\n<p><em>Auf SharePoint basierende Intranets werden h\u00f6chst selten gerne genutzt. Dies liegt zum Einen an SharePoint selbst, zum Anderen daran, wie SharePoint Projekte umgesetzt werden. In den meisten F\u00e4llen steht als Ergebnis eine einigerma\u00dfen gut strukturierte Geisterstadt, in der sich keiner wohl f\u00fchlt und die nicht genutzt wird. Ihr <a href=\"https:\/\/www.tixxt.com\/de\/social-intranet-2\/\" target=\"_blank\">Social Intranet<\/a> lebt von der Beteiligung, das Bauchgefu\u0308hl Ihrer Mitarbeiter entscheidet u\u0308ber Wohl und Wehe.<\/em><\/p>\n<h2>Das System ist das Problem<\/h2>\n<p>Usability f\u00fcr SharePoint ist ein zentraler Bestandteil des Problems. Zuerst einmal muss man verstehen, dass SharePoint keine fertige L\u00f6sung ist, sondern eher vergleichbar mit einer Knetmasse, die meist zur Dokumentenverwaltung, zum Content Management und zu halbherzigen \u201cSocial-Funktionen\u201d massiert wird. Prinzipiell k\u00f6nnen Sie daraus fast jedes Werkzeug basteln, aber es wird selten zu einem professionellen und gleichzeitig geliebten Werkzeug. Haben Sie die richtige Mischung aus Ingenieuren, K\u00fcnstlern, Vision\u00e4ren, Usability Experten und Konzeptern, um erfolgreich zu werden?<\/p>\n<p>F\u00fcr die Einen ist SharePoint die Eier legende Wollmilchsau. Die Anderen, die SharePoint dann im Alltag benutzen m\u00fcssen, empfinden es als Qual. Nach einigen Monaten oder Jahren wundern sich dann alle, wieso die Ziele nicht erreicht wurden und das Intranet weder aktuell ist noch genutzt wird. Was ist da schief gelaufen?<\/p>\n<div class=\"spare\"><\/div>\n<div class=\"spare\"><\/div>\n<p style=\"border-width:2px;border-color:#dbdbdb;border-style:solid;padding:15px;font-size:90%\">&#8222;Sharepoint und Usability widersprechen sich fundamental&#8220;: &nbsp; <a href=\"http:\/\/ctt.ec\/9mGq5\" target=\"_blank\" class=\"mxxt-btn-small active\"><i class=\"fa fa-twitter\"><\/i>Jetzt twittern<\/a><\/p>\n<h2>Ein negatives Bedienerlebnis verhindert Akzeptanz<\/h2>\n<p>In fast allen F\u00e4llen lag es am Bedienerlebnis. Es wurde weder in der Business-\/Konzeptionsphase bedacht, noch wurden hierf\u00fcr Budgets eingeplant. Die ersten Warnsignale w\u00e4hrend der Adoptionsphase wurden entweder nicht geh\u00f6rt oder nicht beachtet. So kehrten sich die <a href=\"http:\/\/www.mixxt.de\/ressourcen\/blog\/2014\/07\/28\/wieso-das-bedienerlebnis-eine-der-wichtigsten-anforderungen-ist\/\" title=\"Wieso das Bedienerlebnis eine der wichtigsten Anforderungen ist\" target=\"_blank\">vier Schritte der Akzeptanz<\/a> in die vier Schritte der Ablehnung:<\/p>\n<p><em>1. Adaptionsleiden<\/em><br \/>\nEin System, das nicht intuitiv verst\u00e4ndlich ist wird nicht genutzt. Ihre Mitarbeiter haben keine Lust sich langwierig mit dem Erlernen neuer Software auseinanderzusetzen.<br \/>\n<em>2. Frust<\/em><br \/>\nDaraufhin kommt es zu einer allgemeinen Frustration. Die Verfechter des Systems verlieren ihre \u00dcberzeugungskraft, da diese nicht verstehen k\u00f6nnen, warum ihr neues Baby nicht bei den Kollegen ankommt. Dagegen verzweifeln die Nutzer an frustrierenden Oberfl\u00e4chen und erkennen keine Mehrwerte.<br \/>\n<em>3. Vermeidung im Alltag<\/em><br \/>\nDer Frust f\u00fchrt dann dazu, dass die Software im Alltag nicht genutzt wird. Ihre Mitarbeiter werden weiterhin an alten Systemen und Arbeitspraktiken festhalten und dem Intranet keine Chance geben. Die Inhalte werden folglich nicht mehr aktualisiert und die wenigen aktiven Nutzer vereinsamen.<br \/>\n<em>4. Negative Ergebnisse<\/em><br \/>\nHieraus resultieren negative Ergebnisse. Sp\u00e4testens bei der ersten Evaluation wird sichtbar werden, dass ein Gro\u00dfteil der potentiellen Nutzer das System \u00fcberhaupt nicht nutzt.<\/p>\n<h2>Sharepoint ist keine fertige L\u00f6sung<\/h2>\n<p>Leider wird SharePoint zu oft als Anwendung gesehen. Treffender ist hier jedoch der Begriff \u201cWerkzeug\u201d:<br \/>\nSharePoint ist eine vielseitig einsetzbare, sehr allgemein gehaltene L\u00f6sung f\u00fcr das Ver\u00f6ffentlichen von Inhalten und die Verwaltung von Dateien und Daten \u2013 nicht mehr, aber auch nicht weniger. Leider beschreibt dieser Satz fast jede Anwendung. Es geht immer darum, Daten zu speichern, Inhalte zu ver\u00f6ffentlichen und die ein oder andere Datei zu verwalten und darzustellen.<br \/>\nWarum basiert dann XING nicht auf SharePoint? Oder YouTube oder Facebook? Es steckt also mehr dahinter. Aufgrund seines Aufbaus und seiner Positionierung als Werkzeug f\u00fcr alles macht SharePoint nichts wirklich richtig. Microsoft hat es immer weiter ausgeweitet, um den wachsenden Detailanforderungen der Unternehmen gerecht zu werden. Genauer gesagt hat Microsoft die Menge an Werkzeugen immer weiter vergr\u00f6\u00dfert, die Grundlagen des Problems aber nicht angegangen.<\/p>\n<h2>Usability muss man selbst machen<\/h2>\n<p>SharePoint verf\u00fcgt \u00fcber keinerlei Hilfestellungen f\u00fcr Usability und User Experience. Dies muss alles selbst entwickelt und gel\u00f6st werden. Daf\u00fcr werden aber Konzepter, Usability-Experten, wiederkehrende Usertests, regelm\u00e4\u00dfige Optimierungsprozesse, allen voran aber Budgets ben\u00f6tigt. Da dies nicht bedacht wird, sind auf SharePoint basierende Plattformen meistens zum Scheitern verurteilt.<br \/>\nUm SharePoint an den Punkt zu bekommen, an dem es von den Kollegen angenommen wird, ist viel Liebe von Seiten der Verantwortlichen notwendig. Verschiedene Leitf\u00e4den m\u00fcssen erstellt werden, um den Einstieg in die neue Software zu erleichtern. In den &#8222;ersten Schritten&#8220; sollten beispielsweise grundlegende Funktionen und Prozesse erkl\u00e4rt werden. Typische Arbeitsabl\u00e4ufe, die anhand von Beispielen erkl\u00e4rt werden, k\u00f6nnen dabei helfen, die Motivation zu erh\u00f6hen. Doch auch dann ist SharePoint kein perfektes System. Durch den Mangel an Sozialen Funktionen und dem st\u00e4ndigen Gef\u00fchl, ein unperfektes System zu nutzen, kann -wenn \u00fcberhaupt- eine funktionale Beziehung werden. Gl\u00fccksgef\u00fchle bei den Mitarbeitern wird es nicht ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h2>Die grundliegenden Bausteine stimmen schon nicht<\/h2>\n<p>Dies liegt vor allem am nutzerseitigen Bedienerlebnis. Die SharePoint Bedienelemente, die die Basis jeglicher Bedienung und Interaktion darstellen, sind schon nicht sonderlich anwenderfreundlich. Die meisten Bedienelemente sind umst\u00e4ndlich, unhandlich und im stressigen Alltag f\u00fcr den Nutzer absto\u00dfend. Genau diese Bedienelemente sind aber in ihrer Funktionsweise kaum zu beeinflussen. Die Menge an zus\u00e4tzlichen Funktionen und R\u00fcckfragen, die ein solches Element mitbringt, kann zwar beeinflusst werden, aber nicht wie es sich allgemein bedienen l\u00e4sst. In Zeiten, in denen Social Networks und Communities leichter handzuhaben sind als ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn, sind Ihre Mitarbeiter nicht mehr bereit, sich an komplizierte Bedienelemente gew\u00f6hnen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Software der neueren Generation ist darauf ausgelegt, dass sie sich durch Ausprobieren und Intuition direkt erschlie\u00dft. SharePoint ist hier leider noch auf dem Stand der sp\u00e4ten 1990er, als Dokumentationen und Handb\u00fccher der Weg waren, sich Software zug\u00e4nglich zu machen. Der erste Eindruck ist heute zwar h\u00fcbscher und im Corporate Design von Windows 8 gehalten, auf den zweiten Blick ist es jedoch immer noch ein verschachteltes System, in das zu viel manuell integriert werden muss. Die Usability von SharePoint bleibt leider immer noch weit hinter der von fast allen anderen Intranets (und auch den meisten anderen Microsoft-Anwendungen) zur\u00fcck.<\/p>\n<h2>Stetige Verbesserungen mit SharePoint sind teuer<\/h2>\n<p>SharePoint-Projekte sind nicht gerade f\u00fcr ihre Flexibilit\u00e4t, Kosteneffizienz oder kurzen Laufzeiten bekannt. Schauen wir auf den Ursprung von <a href=\"https:\/\/www.tixxt.com\/de\/social-collaboration\/\" target=\"_blank\">Social Collaboration<\/a> und Social Business, die Welt der Social Media, sehen wir, dass nur die Plattformen und Dienste erfolgreich sind, die konstant auf dem neuesten Stand bleiben und fortw\u00e4hrend verbessert werden. Plattformen, die einschlafen, ihre Probleme nicht angehen und nicht auf das Bedienerlebnis ihrer Nutzer fokussieren, gehen unter. Beispiele finden sich hierf\u00fcr zu gen\u00fcge, z.B. Friendster (durch MySpace abgel\u00f6st), MySpace (durch Facebook abgel\u00f6st), WKW\/StudiVZ\/Lokalisten (ebenso durch Facebook abgel\u00f6st), Flickr (durch Pinterest, Instagram u.a. in starker Bedr\u00e4ngnis) und viele mehr.<\/p>\n<p>Leider ist dieser notwendige, dauerhafte Optimierungsprozess bei SharePoint besonders teuer. Anpassungen und kleine Verbesserungen sind aufwendig, zeitintesiv und somit kostenintensiv. Hinzu kommt, das viele eigene Anpassungen nicht mit neuen Versionen von Microsoft kompatibel sind. Wird also durch Programmierung erweitert, sind umfangreiche Migrationen notwendig, die immer wieder zu weiteren Kosten f\u00fchren.<\/p>\n<h2>Schleppender Innovationsgrad: Langsame M\u00fchlen mahlen langsam<\/h2>\n<p>Die Zyklen f\u00fcr neue SharePoint-Versionen sind besonders lang. Viele Funktionen, die in einer \u201cneuen\u201d SharePoint-Version kommen, wurden vor mehreren Jahren konzipiert und realisiert. Folglich sollte man nicht darauf bauen, dass SharePoint an der Spitze der Innovation im Social Enterprise Segment sein wird. Vielmehr muss man sich damit abfinden, Software von vor 3-6 Jahren zu verwenden. Aufgrund des Alters und seiner g\u00e4hnenden Allgemeinheit neigt Sharepoint zum unteren Ende der Innovationsskala.<\/p>\n<p>Sharepoint bedeutet leider zu oft: Angestaubte Software, auf Basis eines angestaubten Konzeptes von einem teilweise recht angestaubten Konzern. Ob Ihre Nutzer dies akzeptieren und wohlwollend in ihren Arbeitsalltag integrieren?<\/p>\n<h2>\u201cSocial\u201d ist bei SharePoint nur die Fassade<\/h2>\n<p>Sharepoint begann als Dokumentenverwaltung mit sanften CMS-Funktionalit\u00e4ten. Der Anwendungsfall als interaktive Plattform kam erst sehr viel sp\u00e4ter hinzu. F\u00fcr diesen wurde SharePoint leider nicht neu aufgebaut. Deshalb ist eine unserer fundamentalsten \u00c4nderungen in unseren Kommunikationsweisen (sowohl privat als auch beruflich), die <a href=\"https:\/\/www.tixxt.com\/de\/digitale-transformation-chancen-loesungen\/\" target=\"_blank\">Digitale Transformation<\/a>, nur eine Erweiterung von SharePoint geworden. Dies wird in Zukunft leider noch schlimmer. Denn anstatt SharePoint f\u00fcr die Kollaboration und die Vernetzung neu zu strukturieren, hat Microsoft einfach Yammer f\u00fcr eine Millardensumme gekauft und f\u00fcgt es mit einer Rolle Klebeband hinzu. Dabei ist der Ansatz grundlegend falsch.<\/p>\n<p>\u201cSocial Collaboration\u201d, also die Transformation jedes Konsumenten\/Mitarbeiters zu einem m\u00f6glichen Produzenten und eigenverantwortlichen Mitgestalter, ist kein neuer Anstrich f\u00fcr ein Haus, sondern betrifft das Fundament, den Kern und alle darauf aufbauenden Schritte und Schichten. Versch\u00e4rfend kommt hinzu, dass Microsoft nun die lokale Installation von SharePoint auf Dauer nicht mehr anbietet und alles in die eigene Cloud migriert. \u00dcber die Implikationen dessen lesen Sie hier mehr: <a href=\"http:\/\/www.mixxt.de\/ressourcen\/blog\/2014\/05\/06\/warum-microsoft-sharepoint-keine-intranet-option-mehr-ist\/\" title=\"Warum Microsoft SharePoint keine Intranet-Option mehr ist\" target=\"_blank\">Warum Microsoft SharePoint keine Intranet-Option mehr ist<\/a><\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Nur weil etwas verf\u00fcgbar ist, muss man es nicht benutzen. Der zu allgemein gehaltene, angestaubte Ansatz eines Werkzeugkastens f\u00fcr wirklich alles und jeden ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Zu hoch sind die Kosten, zu gering die Chancen, dass Ihr Vorhaben erfolgreich werden k\u00f6nnte. Die Nutzer m\u00fcssen das System jeden Tag ertragen und damit Ergebnisse zustande bringen. So viel sollten Ihnen Ihre Mitarbeiter und somit deren Zeit, Mu\u00dfe, Motivation und Geduld Ihnen wert sein.<\/p>\n<p>Wenn Sie Ihr Intranet in Richtung Social Business entwickeln wollen, haben Sie also zwei Optionen: Entweder Sie biegen etwas, was nicht daf\u00fcr gedacht war, umst\u00e4ndlich zurecht und qu\u00e4len Ihre Nutzer, oder Sie setzen auf ein System, das von Grunde auf nur daf\u00fcr gebaut war und haben eine echte Chance, Ihre Ziele zu erreichen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Diesen Post Ihren Followern via Twitter empfehlen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Sharepoint und Usability widersprechen sich fundamental<\/li>\n<p><a href=\"http:\/\/ctt.ec\/9mGq5\" target=\"_blank\" class=\"mxxt-btn-small active\"><i class=\"fa fa-twitter\"><\/i>Jetzt twittern<\/a><\/p>\n<li>Sharepoint bedeutet leider zu oft: Angestaubte Software, angestaubtes Konzept von einem recht angestaubten Konzern<\/li>\n<p><a href=\"http:\/\/ctt.ec\/5Rl0A\" target=\"_blank\" class=\"mxxt-btn-small active\"><i class=\"fa fa-twitter\"><\/i>Jetzt twittern<\/a><\/p>\n<li>Sharepoint: Ob Ihre Nutzer dies akzeptieren und wohlwollend in ihren Arbeitsalltag integrieren?<\/li>\n<p><a href=\"http:\/\/ctt.ec\/eiFXc\" target=\"_blank\" class=\"mxxt-btn-small active\"><i class=\"fa fa-twitter\"><\/i>Jetzt twittern<\/a>\n<\/ul>\n<hr align=\"left\" noshade=\"noshade\" size=\"1\" width=\"300\" \/>\n&nbsp;<br \/>\nDiesen Post auf Facebook teilen:<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"\"><img src=\"\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Facebook-Icon.png\"> <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf SharePoint basierende Intranets werden h\u00f6chst selten gerne genutzt. 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